Kinder- und Jugendtanzensemble Neuenhagen

International Children Center - Artek 2010

Wir, zehn Mädchen der Klassisch Gruppe 11, wurden im Juli 2010 ins International Children Center (ICC) in "Artek" durch die Ukrainische Botschaft Berlin eingeladen. Aufregung herrschte schon bei der Schuljahresgala 2010, als sich die Vertreterin der Ukrainischen Botschaft unseren Fragen stellte. Simone Meuche und Anett Trillhaase nahmen die Organisation in die Hand: Flüge buchen, Anmeldungen und Gesundheitszeugnisse übersetzen, ausfüllen, abschicken und, und, und...

Am 19.07.2010 flogen wir endlich mit Frau Trillhaase als Delegationsleiterin auf die Krim. Die anfängliche Aufregung, ob unsere Koffer zu schwer sind und ob wir den Extrakostümkoffer mitbekommen, legte sich schnell, da der Flug nach Kiew, begleitet durch eine männliche Stewardess, sehr lustig war. Nachts angekommen, sehnten wir uns nach einer Dusche und einem Bett.

Morgens 07:00 Uhr ertönten aus den Lautsprechern in unseren Zimmern mehrere Artek-Songs. Die Stimmung hob sich, doch sank sie auch gleich wieder: das Licht im Bad war kaputt, überall im winzigen Zimmer lagen Koffer rum. Ungeduscht und mit knurrendem Magen erfuhren wir, dass es zuerst zum Frühsport geht. Kurz danach erhielten wir unsere Artek-Uniformen (kurze Hose und Festival-T-Shirt), die wir nun 14 Tag tragen würden.

Die ersten Tage fiel es schwer, sich an die strengen Regeln im Camp zu gewöhnen: Uniform tragen, mehrmals täglich aufräumen, Mittagsschlaf, Frühsport oder Fahnenappell, streng durchorganisierter Tag und manchmal ein barscher Ton. Dann aber war Artek ein unvergessliches Erlebnis: mit Jugendlichen aus 56 Ländern gemeinsam zu leben, zu tanzen und zu feiern ist einmalig. Im jährlich organisierten Lager findet ein Austausch auf allen kulturellen Ebenen wie Schauspiel, Klassische Musik und auch Tanz statt. Die Gruppen sind gemischt. Wir waren zusammen mit Kids aus Bahrein und der Ukraine. Jede Gruppe hatte 2-3 Ukrainer als Betreuer. Unser Oleg und unser Wanja waren auch mit dabei, als diese uns mit einem Programm begrüßten.

Für ein Abendprogramm sollten wir uns gemeinsam einen Tanz ausdenken. Also ging es ran ans Proben. Wir zeigten den Ukrainern und den Leuten aus Bahrein, was wir konnten und sie uns, was sie drauf hatten und daraus entstand eine tolle Choreographie. Jede Nation hatte ihren Countryday, wo sich das jeweilige Land vorstellte. Auf einem riesigen Festplatz war ein buntes Markttreiben, es wurde musiziert und getanzt. Jeden Abend zeigten Gruppen ihre Kultur und ihre Kunst und danach war Disco.

Wir haben bei 40°C in der Sonne trainiert, auf huckeligen Wiesen oder winzigen Bühnen, aber tanzen kann man überall. Natürlich haben wir auch verglichen, was andere so drauf hatten. Die Tänzer der Ukraine sind so perfekt, aber mit anderen Nationen konnten wir uns durchaus messen. Viele kamen nach unseren Auftritten zu uns und beglückwünschten uns zu unseren Tänzen. Besonders viele Fotos entstanden im Polkakostüm mit Schirm.

Viel haben wir erlebt. Wir haben auf einer Bootstour Delfine gesehen, waren im Schwarzen Meer schwimmen, bestiegen den Mount Bear zum Sonnenaufgang, unternahmen Ausflüge nach Jalta, Gursuf und Sewastopol, einzelne haben das Hospital kennenlernen müssen (ist alles wieder gut) und wir haben auf der ganzen Welt viele Freunde gefunden.

Theresa Brandenburg,
Joline Rank,
Laura Titze,
Isabel Karweger,
Fiona Dobis,
Lisa Czekalla,
Schirin Reuß,
Lisa Beisbier,
Lena Levenhagen,
Susann Trillhaase


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letzte Aktualisierung: 29.06.2011